atoms&bits: Die Maschine umdenken

16. September 2009 von Philip Steffan | 3 Kommentare

Ein tol­les Pro­jekt des atoms&bits-Festivals, das in unse­rem „Bau­raum“ im beta­haus am 26./27. Sep­tem­ber statt­fin­den wird, ist das „Upcy­cling“ von Wasch­ma­schi­nen. Wer mit­ma­chen will: Wir haben noch Plätze frei. Außer­dem suchen wir in Ber­lin noch defekte, aber voll­stän­dige Waschmaschinen:

Die Her­aus­for­de­rung

Kann man jedes Ein­zel­teil einer Wasch­ma­schine wie­der­ver­wen­den und „upcy­celn“? Kann man die ver­schie­de­nen Teile neu inter­pre­tie­ren, neu defi­nie­ren und in neue Kon­texte set­zen, um damit greif­bare, wert­volle und gebrauchs­fä­hige Pro­dukte her­zu­stel­len, die mehr sind als nur recy­celte Objekte?

Wir suchen Designer/innen, Bastler/innen, Handwerker/innen, Hacker/innen, Elektronikspezialist/inn/en, Schmuckmacher/innen und jede/n, der/die diese Her­aus­for­de­rung anneh­men will. Wenn du teil­neh­men willst, melde dich bei diy@atomsandbits.net

Die Auf­gabe

Man nehme eine Wasch­ma­schine und „upcy­cle“ sie inner­halb von zwei Tagen in ein oder meh­rere gebrauchs­fä­hige Pro­dukte, die danach ver­kauft wer­den müssen.

Die Moti­va­tion

Spaß haben, etwas für die Umwelt tun, die Ein­nah­men des Ver­kaufs behal­ten kön­nen, außer­dem Hilfe, falls du Lust hast, die ganze Idee wei­ter zu verfolgen.

Die Beur­tei­lung

Die Ergeb­nisse wer­den nach den fol­gen­den Kri­te­rien bewertet:

  • Erwirt­schaf­te­tes Geld
  • Anzahl der ver­wen­de­ten Teile
  • Ästhe­ti­sche und funk­tio­nale Eigenschaften

Die Regeln

Melde dich für die Teil­nahme an.

Zusätz­li­che Schrott­ge­räte dür­fen benutzt wer­den, um zusätz­li­che Teile für Objekte zu gewin­nen. Alles, was an Schrott übrig ist, muss aber eben­falls recy­celt wer­den. Wir wer­den eine Kiste Ramsch zur Ver­fü­gung stel­len, die Teil­neh­mer dür­fen aber auch ihren eige­nen mitbringen.

Die Pro­dukte müs­sen einen Gebrauchs­wert haben

Ver­zie­run­gen sind nicht erlaubt, d.h. ein Teil, das sich nir­gendwo anders sinn­voll ver­wen­den lässt, kann nicht irgendwo allein aus künst­le­ri­schen oder ästhe­ti­schen Grün­den ange­bracht werden.

Die Teil­neh­mer dür­fen ihre Ein­zel­teile unter­ein­an­der austauschen.

Die Teil­neh­mer dür­fen ihre Fähig­kei­ten unter­ein­an­der weitergeben.

Alle Pro­dukte müs­sen am Ende des zwei­ten Tages fer­tig und prä­sen­tier­bar sein.

Die Teil­neh­mer sind dafür selbst ver­ant­wort­lich, sicher zu arbei­ten und Pro­dukte zu bauen, die gefahr­los benutzt wer­den können.

Die Teil­neh­mer haben nach der Ver­an­stal­tung einen Monat Zeit, die Pro­dukte zu ver­kau­fen. DaWanda spon­sert uns den Ver­kauf, so dass online keine Gebüh­ren anfallen.

Alle übrig geblie­be­nen Schrott­reste müs­sen recy­celt wer­den. Die Kos­ten dafür wer­den mit dem Gewinn verrechnet.

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3 Kommentare zu „atoms&bits: Die Maschine umdenken“.

  1. […] http://bausteln.de/2009/09/atomsbits-die-maschine-umdenken/ a few seconds ago from Twhirl […]

  2. Warum müs­sen die Pro­dukte ver­kauft wer­den? Damit fragt ihr doch wie­der nur nach dem Tausch­wert. Wenn ein Pro­dukt Gebrauchs­wert hat, also nütz­lich ist, dann muss es nur noch jemand gebrau­chen kön­nen — zum Bei­spiel jemand, der kein Geld hat.

    Ja, ihr wollt das irgend­wie »abre­chen­bar« machen, kon­ter­ka­riert damit aber den Nütz­lich­keits­as­pekt ganz erheb­lich. Mit Phan­ta­sie bekommt man das auch ohne ver­kau­fen hin…

    Trotz­dem: Nette Idee!

  3. Philip Steffan :

    Du lässt den Umwelt­as­pekt außer Acht: Der Ver­kauf dient vor allem dazu, die Recy­cling­kos­ten für die „unver­wert­ba­ren“ Reste zu tra­gen.
    Das Pro­jekt ist glei­cher­ma­ßen eine Krea­tiv­auf­gabe wie ein Ver­such, ökolo­gisch sinn­voll zu recyceln.

    Nicht zuletzt bin ich per­sön­lich der Auf­fas­sung, dass Arbeit einen Wert hat. Jemand kann gerne umsonst arbei­ten, wenn er/sie möchte, ich finde es aber falsch, damit als Selbst­ver­ständ­lich­keit anzufangen.

    Vor allem, wenn viele „Krea­tive“ selbst oft genug zu den Men­schen gehö­ren, die, wie du sagst „kein Geld haben“.

    Mit „Phan­ta­sie“ kann ich weder im Super­markt noch mei­nen Ver­mie­ter bezahlen.

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