atoms&bits: Die Maschine umdenken
Ein tolles Projekt des atoms&bits-Festivals, das in unserem „Bauraum“ im betahaus am 26./27. September stattfinden wird, ist das „Upcycling“ von Waschmaschinen. Wer mitmachen will: Wir haben noch Plätze frei. Außerdem suchen wir in Berlin noch defekte, aber vollständige Waschmaschinen:
Die Herausforderung
Kann man jedes Einzelteil einer Waschmaschine wiederverwenden und „upcyceln“? Kann man die verschiedenen Teile neu interpretieren, neu definieren und in neue Kontexte setzen, um damit greifbare, wertvolle und gebrauchsfähige Produkte herzustellen, die mehr sind als nur recycelte Objekte?
Wir suchen Designer/innen, Bastler/innen, Handwerker/innen, Hacker/innen, Elektronikspezialist/inn/en, Schmuckmacher/innen und jede/n, der/die diese Herausforderung annehmen will. Wenn du teilnehmen willst, melde dich bei diy@atomsandbits.net
Die Aufgabe
Man nehme eine Waschmaschine und „upcycle“ sie innerhalb von zwei Tagen in ein oder mehrere gebrauchsfähige Produkte, die danach verkauft werden müssen.
Die Motivation
Spaß haben, etwas für die Umwelt tun, die Einnahmen des Verkaufs behalten können, außerdem Hilfe, falls du Lust hast, die ganze Idee weiter zu verfolgen.
Die Beurteilung
Die Ergebnisse werden nach den folgenden Kriterien bewertet:
- Erwirtschaftetes Geld
- Anzahl der verwendeten Teile
- Ästhetische und funktionale Eigenschaften
Die Regeln
Melde dich für die Teilnahme an.
Zusätzliche Schrottgeräte dürfen benutzt werden, um zusätzliche Teile für Objekte zu gewinnen. Alles, was an Schrott übrig ist, muss aber ebenfalls recycelt werden. Wir werden eine Kiste Ramsch zur Verfügung stellen, die Teilnehmer dürfen aber auch ihren eigenen mitbringen.
Die Produkte müssen einen Gebrauchswert haben
Verzierungen sind nicht erlaubt, d.h. ein Teil, das sich nirgendwo anders sinnvoll verwenden lässt, kann nicht irgendwo allein aus künstlerischen oder ästhetischen Gründen angebracht werden.
Die Teilnehmer dürfen ihre Einzelteile untereinander austauschen.
Die Teilnehmer dürfen ihre Fähigkeiten untereinander weitergeben.
Alle Produkte müssen am Ende des zweiten Tages fertig und präsentierbar sein.
Die Teilnehmer sind dafür selbst verantwortlich, sicher zu arbeiten und Produkte zu bauen, die gefahrlos benutzt werden können.
Die Teilnehmer haben nach der Veranstaltung einen Monat Zeit, die Produkte zu verkaufen. DaWanda sponsert uns den Verkauf, so dass online keine Gebühren anfallen.
Alle übrig gebliebenen Schrottreste müssen recycelt werden. Die Kosten dafür werden mit dem Gewinn verrechnet.
Alle Antworten auf diesen Artikel kann man im Kommentarfeed (RSS 2.0) folgen. Du kannst einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback aus deinem Blog schicken.

3 Kommentare zu „atoms&bits: Die Maschine umdenken“.
[...] http://bausteln.de/2009⁄09/atomsbits-die-maschine-umdenken/ a few seconds ago from Twhirl [...]
Warum müssen die Produkte verkauft werden? Damit fragt ihr doch wieder nur nach dem Tauschwert. Wenn ein Produkt Gebrauchswert hat, also nützlich ist, dann muss es nur noch jemand gebrauchen können — zum Beispiel jemand, der kein Geld hat.
Ja, ihr wollt das irgendwie »abrechenbar« machen, konterkariert damit aber den Nützlichkeitsaspekt ganz erheblich. Mit Phantasie bekommt man das auch ohne verkaufen hin…
Trotzdem: Nette Idee!
Du lässt den Umweltaspekt außer Acht: Der Verkauf dient vor allem dazu, die Recyclingkosten für die „unverwertbaren“ Reste zu tragen.
Das Projekt ist gleichermaßen eine Kreativaufgabe wie ein Versuch, ökologisch sinnvoll zu recyceln.
Nicht zuletzt bin ich persönlich der Auffassung, dass Arbeit einen Wert hat. Jemand kann gerne umsonst arbeiten, wenn er/sie möchte, ich finde es aber falsch, damit als Selbstverständlichkeit anzufangen.
Vor allem, wenn viele „Kreative“ selbst oft genug zu den Menschen gehören, die, wie du sagst „kein Geld haben“.
Mit „Phantasie“ kann ich weder im Supermarkt noch meinen Vermieter bezahlen.
Schreibe einen Kommentar.