Arduino-Einsteigerset

Im Arduino-Einsteigerset von bausteln.de (erhält­lich in unse­rem Online-Shop) fin­dest du fol­gende Bauteile:

Was dir jetzt noch fehlt, ist die Arduino-Software. Du kannst sie unter arduino.cc (eng­lisch) für Linux, OS X oder Win­dows her­un­ter­la­den, aktu­ell ist Ver­sion 0017. Nach dem Ent­pa­cken des Instal­la­ti­ons­ar­chivs musst du den USB-Treiber instal­lie­ren, danach kannst du die Arduino-IDE (Ent­wick­lungs­um­ge­bung) star­ten. Eine detail­lierte Anlei­tung (bis­her nur auf Eng­lisch) gibt es eben­falls hier bei arduino.cc.

Arduino Duemi­la­nove

„Duemi­la­nove“ ist ita­lie­nisch für 2009 und bezeich­net die neu­este Ver­sion der Arduino-Hardware. Eine genaue Ein­lei­tung fin­dest du auf unse­rer Seite über den Arduino. Der Arduino wird mit dem bei­lie­gen­den USB-Kabel an einen freien USB-Anschluss des Com­pu­ters angeschlossen.

Arduino mit USB-Kabel

Der Arduino bezieht sei­nen Strom über das USB-Kabel vom Com­pu­ter. Oft möchte man aber den Arduino unab­hän­gig betrei­ben. An die Strom­ver­sor­gungs­buchse kann eine belie­bige Strom­quelle ange­schlos­sen wer­den, die zwi­schen 9 und 12 Volt lie­fert. Das kann eine Bat­te­rie oder ein Ste­cker­netz­teil sein. Eigene Strom­quel­len soll­ten eben­falls einen pas­sen­den Ste­cker haben (5,5 mm Außen­durch­mes­ser, 2,1 mm Innen­durch­mes­ser, Plus­pol innen. Ach­tung: Netz­teile von Gitarren-Bodeneffektgeräten haben den rich­ti­gen Ste­cker, sind aber anders­herum gepolt. Ein sol­ches Netz­teil würde den Arduino beschädigen.)

Draht

Mit dem Draht baut man seine Schal­tun­gen auf. Im Ein­stei­ger­set ist eine kleine Box mit 140 fer­ti­gen Draht­brü­cken ver­schie­de­ner Län­gen enthalten.

Drahtbrücken

Ein­far­bige Leuchtdioden

Leucht­di­oden (LEDs) fan­gen an zu leuch­ten, wenn sie von elek­tri­schem Strom durch­flos­sen wer­den. Sie unter­schei­den sich von Glüh­lam­pen (abge­se­hen von der Art der Licht­er­zeu­gung) aber dadurch, dass nur dann leuch­ten, wenn sie rich­tig gepolt sind, also der Strom in der für sie „rich­ti­gen“ Rich­tung fließt. Außer­dem muss der Strom begrenzt wer­den, sie dür­fen nicht direkt an die Strom­quelle ange­schlos­sen wer­den, son­dern benö­ti­gen einen Vorwiderstand.

Leuchtdioden

Im Ein­stei­ger­set sind die pas­sen­den Vor­wi­der­stände ent­hal­ten. Sie haben einen Wider­stands­wert von 150 Ω (Ohm), was bei einer Span­nung von 5 Volt (die der Arduino für alle Strom­kreise ver­wen­det) den Strom für die Leucht­di­oden pas­send begrenzt. Der Vor­wi­der­stand kann über eine For­mel aus­ge­rech­net wer­den, wenn du LEDs an einer ande­ren Span­nung betrei­ben möch­test. Nähe­res zum Able­sen des Wider­stands­wer­tes anhand der Farbringe siehe unten.

150 Ω

Die Anschlüsse einer Leucht­di­ode (und ande­rer gepol­ter Bau­ele­mente) nennt man Anode und Kathode. Die Kathode wird mit dem „Minus­pol“ der Strom­quelle ver­bun­den, die Anode mit dem „Plus­pol“, beim Arduino ent­spricht das den Anschlüs­sen „GND“ (Ground, Masse) und „5V“ (5 Volt) bzw. einem Digi­tal­aus­gang des Ardui­nos, der einen ent­spre­chen­den Pegel hat. Der Vor­wi­der­stand kann ent­we­der in der Ver­bin­dung zur Masse oder zum Plus­pol lie­gen. Ist die Leucht­di­ode falsch herum ange­schlos­sen, geht sie nicht kaputt, son­dern leuch­tet nur ein­fach nicht.

Die Anode hat bei Leucht­di­oden in der Regel ein etwas län­ge­res Anschluss­bein­chen. Die Kathode hat ent­spre­chend das etwas kür­zere Bein­chen, außer­dem ist das runde Plas­tik­ge­häuse an die­ser Seite abge­flacht, was du am bes­ten beim Blick von unten auf die LED erken­nen kannst. So kannst du auch noch die Polung der Leucht­di­ode erken­nen, wenn du die Bein­chen z.B. beim Ein­lö­ten in eine Schal­tung abge­knipst hast.

RGB-Leuchtdiode

Im Set ist auch eine RGB-Leuchtdiode, die über die addi­tive Farb­mi­schung von rotem, grü­nem und blauem Licht prin­zi­pi­ell jede gewünschte Farbe erzeu­gen kann. Dazu sind in einem Gehäuse vier Leucht­di­oden unter­ge­bracht: Eine rote, eine grüne und zwei blaue. Die RGB-Leuchtdiode hat sechs Anschluss­bein­chen, die nach fol­gen­dem Plan belegt sind (von unten gesehen):

RGB-LED

Die bei­den län­ge­ren Bein­chen in der Mitte ent­spre­chen der Kathode, wer­den also mit Masse (GND) ver­bun­den. Zur Benut­zung in der Steck­pla­tine müs­sen diese Bein­chen even­tu­ell einige Mil­li­me­ter mit dem Sei­ten­schnei­der gekürzt wer­den, damit alle sechs Bein­chen in den Löchern der Pla­tine Halt fin­den. Die vier äuße­ren Bein­chen sind die Anoden der vier ein­ge­bau­ten Leucht­di­oden, die über vier ent­spre­chende Vor­wi­der­stände (je 150 Ω) mit digi­ta­len Aus­gän­gen des Ardui­nos ver­bun­den werden.

RGB-Leuchtdiode

Piezo-Lautsprecher

Der Piezo-Lautsprecher kann am Arduino sowohl für die Aus­gabe von Tönen benutzt wer­den als auch als Klopf­sen­sor: Er wan­delt also eine Wech­sel­span­nung in Vibra­tio­nen als auch umge­kehrt Vibra­tio­nen in eine Wech­sel­span­nung um, die mit dem Arduino ver­ar­bei­tet wer­den kann.

Piezo

Mini-Taster

Tas­ter schlie­ßen einen Strom­kreis, solange sie gedrückt wer­den, so wie z.B. die Tas­ten einer Tas­ta­tur oder die Knöpfe einer Com­pu­ter­maus. Die Tas­ter kön­nen direkt in die Steck­pla­tine ein­ge­setzt werden.

Taster

Sie haben vier Bein­chen, je zwei davon sind aber direkt ver­bun­den, daher musst du dar­auf ach­ten, den Tas­ter rich­tig gedreht in die Schal­tung einzusetzen:

(Gra­fik)

Dreh­reg­ler

Der Dreh­reg­ler (Poten­tio­me­ter, Poti) hat drei Anschlüsse. Du musst etwas fes­ter senk­recht drü­cken, um ihn in die Steck­pla­tine ein­zu­set­zen. Mit dem Dreh­reg­ler kannst du einen belie­bi­gen Wert von 0 bis 100% an einen der Ana­log­ein­gänge des Ardui­nos schi­cken, um zum Bei­spiel die Hel­lig­keit einer Leucht­di­ode oder die Fre­quenz eines Tons zu regeln.

Poti

In der Regel schließt man den lin­ken Anschluss an Masse und den rech­ten Anschluss an 5 Volt an. Am mitt­le­ren Anschluß liegt dann eine Span­nung an, die je nach Stel­lung zwi­schen 0 und 5 Volt liegt und die dann vom Arduino aus­ge­le­sen wird. Es gibt auch Poten­tio­me­ter in Längs­form, soge­nannte Schie­be­reg­ler, die z.B. in Misch­pul­ten ver­wen­det werden.

Sen­so­ren

Die Sen­so­ren für Licht, Tem­pe­ra­tur und Magne­tis­mus wer­den ähnlich wie ein Poten­tio­me­ter aus­ge­le­sen. Der Licht– und der Tem­pe­ra­tur­sen­sor sind Wider­stände, deren Wider­stands­wert sich mit der Ände­rung der Meß­größe ver­än­dert. Der Magnet­sen­sor schal­tet ähnlich einem Tas­ter einen Strom­kreis, sobald ein genü­gend star­kes Magnet­feld in sei­ner Nähe ist.

3_sensoren

Ein­zel­hei­ten zum Anschluss und Aus­le­sen der Sen­so­ren auf den jewei­li­gen Bei­spiel­sei­ten: Licht­sen­sor, Tem­pe­ra­tur­sen­sor, Magnetsensor.

Wider­stände

Im Set sind drei ver­schie­dene Wider­stands­aus­füh­run­gen ent­hal­ten: 150 Ω, 1 kΩ (Kilo-Ohm) und 10 kΩ.

Widerstände

Die Wider­stände mit 150 Ω sind als Vor­wi­der­stände für die Leucht­di­oden gedacht. Es sind 13 Stück im Set, so dass man bei Bedarf alle neun LEDs und die RGB-LED (benö­tigt vier Vor­wi­der­stände) gleich­zei­tig betrei­ben kann. Die Wider­stände mit 1 kΩ und 10 kΩ wer­den als soge­nannte Pull-down-Widerstände benö­tigt (Erklä­rung im Bei­spiel zur Benut­zung von Tas­tern) und um mit den Sen­so­ren eine soge­nannte Span­nungs­tei­ler­schal­tung aufzubauen.

Wider­stände in die­ser Form gibt es schon seit vie­len Jahr­zehn­ten. Damals war es noch nicht mög­lich, den Wert in Zah­len so klein auf­zu­dru­cken, daher haben sie bis heute eine Farb­co­die­rung mit vier oder fünf Rin­gen, an der man den Wider­stands­wert able­sen kann (eine Tabelle gibt es z.B. in der Wiki­pe­dia). Man liest dabei von links nach rechts („links“ ist dort, wo die drei Ringe nah bei­ein­an­der sind), also in die­sem Fall:

150 Ωbraun-grün-braun = | 1 | 5 | ·101 | = 15·10 = 150 Ω (gold: ±5% Toleranz)

1krbraun-schwarz-rot = | 1 | 0 | ·102 | = 10·100 = 1000 Ω = 1 kΩ (gold: ±5% Toleranz)

10 kΩbraun-schwarz-orange = | 1 | 0 | ·103 | = 10·1000 = 10.000 Ω = 10 kΩ (gold: ±5% Toleranz)

Steck­pla­tine

Die Steck­pla­tine (das eng­li­sche Wort Bre­ad­board wird z.T. mit Steck­board oder ähnlich über­setzt) ist die Grund­lage für alle Schal­tun­gen, die man mit dem Arduino-Einsteigerset auf­bauen kann. Ohne zu löten kann man so schnell belie­bige Schal­tun­gen zusam­men­ste­cken und pro­blem­los ver­än­dern oder erwei­tern. Die Lücke in der Mitte der Steck­pla­tine hat genau den pas­sen­den Abstand, um dar­auf ICs (Mikro­chips) im soge­nann­ten DIP-Gehäuse zu ste­cken, deren Anschlüsse man dann gut von Hand ver­ka­beln kann. (Der große Atmel-Chip auf dem Arduino hat z.B. die­ses Format).

Steckplatine

Die Steck­pla­tine ist im Inne­ren fol­gen­der­ma­ßen verbunden:

Steckplatine innen

Die zwei län­ge­ren Rei­hen an den Längs­sei­ten der Steck­pla­tine wer­den meis­tens für Masse (GND) und posi­tive Ver­sor­gungs­span­nung (Vcc, in die­sem Fall 5 Volt) benutzt, so dass auf der gan­zen Flä­che diese oft benö­tig­ten Anschlüsse nicht weit sind. (Ver­bun­den sind längs jedoch immer nur 25 Löcher, so dass man über einen kur­zen Draht ggf. selbst die gesamte Reihe ver­bin­den muss). Der genormte Abstand der Löcher beträgt 2,54 mm bzw. ¹⁄₁₀ Zoll.

(Diese Anlei­tung bezieht sich auf die aktu­elle Ver­sion 2.0 des Ein­stei­ger­sets. Die Anlei­tung für das alte Set (vor Sep­tem­ber 2009) fin­dest du hier.)