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	<title>bausteln &#187; gender</title>
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	<description>demokratisierung des produktionswissens</description>
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		<title>Wie bausteln mal bei Fritz zu Gast war.</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 15:20:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philip Steffan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie berichtet, waren wir am Montag Nachmittag beim öff [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie berichtet, waren wir am Montag Nachmittag beim &ouml;ffentlich-rechtlichen Radiosender Fritz eingeladen, um dort in der Nachmittagssendung rund 10 Minuten lang etwas &uuml;ber bausteln.de im Allgemeinen und das botanifon im Besonderen (nach wie vor ein guter Aufh&auml;nger, um das Thema in die Medien zu bekommen) zu reden.</p>
<p>Da ja alles im Radio multimedial zugeht, wurde auch am Samstag vor der Sendung ein kleiner Film mit mir produziert sowie live w&auml;hrend der Sendung fotografiert. <a href="http://fritz.de/aktuell/2009/november/bausteln.html">Video und Fotos</a> sind online auf der Fritz-Website zu finden. Au&szlig;erdem hatte die Redaktion noch einen vorproduzierten Beitrag &uuml;ber die tolle <a href="http://www.labastellerie.com/">La Bastellerie</a>, die ja seit kurzem in Berlin mit einem st&auml;ndigen Bastelladen in der Lausitzer Stra&szlig;e 13 mitmischt.</p>
<p><img class="aligncenter" title="Bausteln bei Fritz" src="http://fritz.de/etc/medialib/rbb/frz/bilder/aktuell/2009/november/botanifon6.file.jpg" alt="" width="400" height="300" /></p>
<p>So weit, so sch&ouml;n&#160;&#8211; danke an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Fritz, mit denen wir zu tun hatten. Eine Sache hat mich noch vor Ort allerdings sehr ge&auml;rgert: Wie tief die gesellschaftliche Rollenverteilung der Geschlechter in den K&ouml;pfen ist und wie selbstverst&auml;ndlich sie behandelt wird.</p>
<p>Die Frage der Moderatorin Sabrina Vetter, ob &#8222;sie als M&auml;dchen&#8220; damit etwas anfangen kann, finde ich schon schade. Sicher, als Anw&auml;ltin der Zuh&ouml;rerinnen und Zuh&ouml;rer stellt sie ja auch Fragen, die das im Radio sprachlose Publikum vielleicht an uns h&auml;tte. Wer aber so fragt, transportiert dennoch ein gesellschaftliches Bild, auf das ich als Interviewter dann kontern muss. Das Thema an sich anzuschneiden, ist sehr gut. Ich frage mich dennoch, warum es nie positiv gefragt wird, im Sinne von &#8222;Was sind eure Ans&auml;tze, um nicht nur ein m&auml;nnliches Publikum anzusprechen?&#8220;.</p>
<p>Vom Moderator Jakob Kranz dann in der Abmoderation dann auch noch Witze &uuml;ber Nerds (die ohne Freundin, die einem daf&uuml;r einen PC zusammenbauen, hahaha) h&ouml;ren zu m&uuml;ssen, ist ebenso &auml;rgerlich. Wenn man sich wie wir aktiv Gedanken macht, wie man Menschen einbinden und begeistern kann, die sich zwar f&uuml;r Baustel-Themen interessieren, aber bisher erlebt haben, dass diese (mit dem sehr oft abschreckenden) m&auml;nnlich-technischen Nerd&#8209; und Hackertum einhergehen, stimmt einen das schon traurig.</p>
<p>Und so sehr es mich gefreut hat, dass thematisch passend Ina und Cati von der Bastellerie auch noch (per Reportage) in der Sendung vorkamen: Dort das gleiche Spiel, &agrave; la &#8222;Aber &#8211;&#160;hey Jungs&#160;&#8211; das ist nicht nur was f&uuml;r M&auml;dchen!&#160;&#8230;&#8220;. Sp&auml;testens dann war klar: Fritz will das Thema DIY parit&auml;tisch angehen und hat daher einen Beitrag f&uuml;r die m&auml;nnliche Zuh&ouml;rerschaft und einen f&uuml;r die weibliche. Da man ja progressiv ist, wird noch jeweils darauf hingewiesen, dass auch M&auml;dchen l&ouml;ten und Jungs basteln d&uuml;rfen. (Und fast schon gut, dass die Bastellerie nur &#8222;weiblich&#8220; konnotierte T&auml;tigkeiten anbietet, sonst h&auml;tte man on air vermutlich noch wohlgemeinte Scherze ertragen m&uuml;ssen, dass Frauen mit Bohrmaschine und Schwei&szlig;ger&auml;t nat&uuml;rlich lesbisch sein m&uuml;ssen.)</p>
<p>Vielleicht wirkt das alles an der Oberfl&auml;che gar nicht so schlimm. Ich finde aber doch, dass es zeigt, wie wenig auch ansonsten sehr kluge Menschen &uuml;ber Rollen nachdenken (auch vor allem ihre eigene). Wer meint, es sei progressiv zu fragen &#8222;Ist das auch was f&uuml;r M&auml;dchen?&#8220;, agiert aus einer konservativen Sicht, finde ich.</p>
<p>Aber okay, genug &uuml;ber die Vergangenheit. Jetzt: Weniger reden, mehr selber machen. Und in Zukunft noch mehr auch an die eigene Nase fassen.</p>
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